Benefizkonzert des Männerchores 2011

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Das Publikum war begeistert vom Benefizkonzert in der Kirche St. Ulrich in Mörsch.

Etwa 250 Interessierte und Spendenfreudige waren gekommen, um sich das vielfältige musikalische Programm anzuhören und bedachten die Mitwirkenden am Ende mit stehenden Ovationen.

Der Förderverein zur Erhaltung der St. Ulrich-Kirche Mörsch hatte zu dem Abend eingeladen, der durch den Männerchor des MGV Eintracht Mörsch, die Parforcehornbläser Baden, das Blechbläserensemble „Quintessenz“ sowie den Organisten Karlheinz Peitz gestaltet wurde. Die Leitung hatte Alexej Burmistrov und Horst Minet. Minet hatte vor etwa zwei Jahren von den Renovierungsarbeiten an der Kirche erfahren und die Mitwirkung an einem Konzert angeboten, wie Rainer Nagel, Vorsitzender des Fördervereins, berichtete.

Schon früher hatten die Parforcehornbläser Gottesdienste in St. Ulrich begleitet - auch wenn die Jagdhörner eher selten in der Kirche ertönen, wie Minet zugestand. Aber Grenzen für die Musik gebe es keine, was die Mitwirkenden des Abends auch eindrucksvoll zeigten. Zuerst das ungewöhnliche Zusammenspiel von Orgel und Parforcehörnern von der Empore aus mit Stücken von Gruyer Tyndare und Gaston Chalmel. Anschließend erklangen die Hörner vor dem Altar mit traditionellen Stücken und dem „Gloria“ aus der Hubertmesse von Julies Cantin.

Gemeinsam mit der Orgel ließ der Männerchor der Eintracht Mörsch seine kräftigen Stimmen auf der Empore erklingen und begeisterte mit drei Stücken von Charles Gounod: „Kyrie“, „Sanctus“ und „Agnus Dei“, welche den Kirchenraum erfüllten. Bei „Herr, deine Güte reicht soweit“ und dem „Chor der Prister“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ gesellten sich die fünf Blechbläser von „Quintessenz“ zum Chor. Posaunist Oliver Grothe hatte aus Ermangelung passender Notensätze für Bläser und Chor kurzerhand selbst einige geschrieben.

So wurde das Publikum Zeuge der Uraufführung. Nach der Präsentation des breiten Repertoires von „Quintessenz“, das sich von klassischen, kirchlichen und weltlichen Stücken bis hin zu Brass-Rythmen erstreckt, gaben Chor und Quintett noch eine Zugabe: Zur Melodie von „Amazing Grace“ erklang der deutsche Text „Ein schöner Tag“. Und dies war er für die Verantwortlichen auch, denn das Publikum spendete insgesamt 1.500 Euro für die Sanierung der Kirche.

(Mit freundlicher Genehmigung der Badischen Neuesten Nachrichten)