Eintracht-Fastnacht

... wie alles begann

 

Liebe Leserin, lieber Leser,


wir können Ihnen an dieser Stelle nur einen kleinen Abriss einer sehr bewegten und für Viele von uns bewegenden Fastnachtshistorie der Eintracht Mörsch wiedergeben. Wenn man sie liest mutet sie wie ein Märchen an - und wahrlich sie ist ein fastnachtliches Märchen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, hält sich aber an das Eintracht-Motto - Allen zum Wohl und Niemandem Weh.

Begonnen hat die Eintrachtfastnacht eigentlich schon vor dem Zweiten Weltkrieg. Erste Elferräte waren unter anderem Josef Heil, Karl Rimmelspacher, Ludwig Huber, Ludwig Deck, Wilhelm Frey und Josef Fitterer.

Die Herren Frey und Rimmelspacher waren auch die ersten Präsidenten und es wurden auch schon Prunksitzungen und andere Veranstaltungen vorwiegend im Gasthaus "Zum Ochsen" durchgeführt. In den Wirren des Krieges und in den Jahren danach erlosch das fastnachtliche Feuer nahezu vollständig. Die Eintracht beschränkte sich auf die Durchführung der Rosenmontagsbälle. Erst Mitte der 60-ziger Jahre fand die Eintracht über die närrischen Singstunden wieder zur Saalfastnacht zurück und so beginnt die närrische Zeitrechnung bei der Eintracht mit dem Jahr 1966.

Erster Präsident der Neuzeit war der damalige Vorsitzende August Buchmüller. Seine Liebe zur Fastnacht war so groß, dass er zusammen mit seiner Frau als erstes und einziges Prinzenpaar in die Analen der Eintrachtfastnacht einging.

August Buchmüller sammelte in dieser Zeit viele junge, närrische Talente für die Eintracht um sich. Büttenredner wie Alfons Rihm, Rolf Weber, Markus Oberle als "Vereinsclown", die Mörscher Alpensänger (Jungsänger), Manfred Zöller oder das Gesangsduo Alfonso und Waldini (Alfons Rihm und Walter Koffler), Anna Rihm als „Dorfschlapp“ oder die Sängerfrauen verwandelten den Saal der Bernhardushalle in eine närrische Rostra. Die närrischen Singstunden waren sehr bald ein Geheimtipp unter den Freunden der Fasnacht.

1970 übergab August Buchmüller sein närrisches Zepter an den heutigen Ehrenpräsident Heinz Krebs. Als Fastnachter bei der KG Badenia Karlsruhe läutete er zusammen mit Dieter Ruder, ebenfalls ein Fastnachter aus der Residenz eine neue närrische Ära ein. Die beiden gingen mit sehr viel Elan zu Werke, gründeten 1970 die Blau-­Weißen-Funken und 1971 das legendäre Männerballett. Erster Trainer der Funken war das närrische Multitalent Walter Koffler. Das Männerballett rekrutierte sich zunächst aus den Sängern und Namen wie Karl Keller, Hans Reichert, Hugo Deck, Werner Krög, Eckart Kagels waren u.a. für diese Gruppe prägend.

Die Funken und das Männerballett zeichneten sich schon nach wenigen Jahren durch zahlreiche Auswärtsauftritte aus. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die von Dieter Ruder engagierten Trainerinnen Penny Robinson und Paule Essig. Mit den "Rheinschnoge" (Ewald Huber, Hans Fitterer, Ottmar Hammer, Josef Müller und Helmut Abele) entwickelte sich eine weitere Gruppe, die die Politik mit tollen Liedbeiträgen in unnachahmlicher Weise aufs Korn nahm. Hingegen widmeten sich die Sängerfrauen mit viel Liebe zum Detail u.a. als Zigeunerinnen, als Zwerge, Winzerinnen oder Clowns der Fastnacht.

Nach ihrem letzten Auftritt im Jahr 1989 traten die Crazy Girls - ehemalige Funken - in diese närrischen Fußstapfen und verzauberten wieder mit Witz und Pep das Publikum. Mit den ersten Auftritten der Lords wurde ein Generationenwechsel eingeläutet. Sie sind ein Markenzeichen für Gesang, garniert mit sinnigen und hintersinnigen Liedbeiträgen - sie widmen sich dem politischen Genre.

Bis heute prägten und prägen auch Charakterbüttenredner, wie Markus Oberle, Gertrud Dambach, Bettina Huber, Rolf Koffler oder Dieter und Karl-Heinz Ruder oder Antonia Schorpp, Karl-Heinz Hilbert als Eintrachttill den familiären Charakter der Eintrachtfastnacht. Karlheinz Jäger als Cäsar oder Simone Jäger vertraten die Eintrachtfastnacht erfolgreich bei Fernsehsitzungen.

1989 übernahm Franz Becker die närrische Präsidentschaft. Er setzt das Wirken seiner Vorgänger bis heute fort und baute mit Unterstützung aller Aktiven die Eintrachtfastnacht weiter aus. Auch tänzerisch bewegte sich in dieser Zeit einiges und am 17.01.1993 hatte auch das Kinderballett (Pünktchen) seinen ersten Auftritt, in der Kampagne 1996 trat erstmals die Mittelgarde (Eintrachtspatzen) auf.

Zum Schluss wünschen wir unseren Fastnachtern ein närrisches „Glück Auf“ für die weitere Zukunft. Wir danken Allen, die zu dieser märchenhaften Historie beitrugen oder beigetragen haben. Ihnen liebe Leserinnen und Leser danken wir für die entgegengebrachte Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen viel Spaß beim weiterblättern.

 

Ihre Eintrachtfastnachter